Zwei Wölfe nördlich von Leipzig (LK Nordsachsen) nachgewiesen

05.06.2018:

Das Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen" und das Landratsamt Nordsachsen informieren:

Am 29.05.2018 wurden zwei Wölfe im Umfeld des Werbeliner Sees zwischen Leipzig und Delitzsch (LK Nordsachsen) von einer automatisch auslösenden Wildkamera (Fotofalle) des Landratsamtes Nordsachsen fotografiert. Bereits am 24.04.2018 wurde ein Wolf in diesem Gebiet durch eine Fotofallen-Aufnahme nachgewiesen. Im Rahmen des Monitorings soll nun geklärt werden, ob sich ein neues Wolfspaar im Umfeld des Werbeliner Sees etabliert hat, oder ob dieses Gebiet zum Einzugsbereich des im Winter in der Dübener Heide bestätigten Wolfspaares gehört.

In Sachsen sind Wölfe seit Ende der neunziger Jahre wieder dauerhaft heimisch. Nach dem letzten aktuellen Stand des Monitorings leben in den Landkreisen Görlitz, Bautzen, Meißen, Nordsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge insgesamt 17 Wolfsfamilien (Rudel) sowie zwei Wolfspaare (Dübener Heide, Königsbrücker Heide). Die Auswertung der Daten des Monitoringjahres 2017/18 ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Junge Wölfe verlassen meist im Alter von 1-2 Jahren das elterliche Territorium. Auf der Suche nach einem eigenen Territorium und einem möglichst nicht verwandten Paarungspartner können sie weite Strecken zurücklegen. Für den Menschen stellen die Tiere in der Regel keine Gefahr dar, da sie den Menschen weder als Beutetier noch als Artgenossen wahrnehmen. Wölfe bemerken die Menschen meist frühzeitig und meiden eine direkte Begegnung.

Halter von Schafen und Ziegen sollten Vorkehrungen für den Schutz ihrer Tiere treffen, indem sie ihre Nutztiere z.B. über Nacht einstallen oder mit einem geeigneten Elektrozaun schützen. Tierhalter, die Fragen zum Herdenschutz bzw. zur Förderung von präventiven Schutzmaßnahmen haben, können sich an den Herdenschutzbeauftragten U. Klausnitzer wenden (Telefon: 0151 / 5055 1465, EMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Hinweismeldungen aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring wichtig. Bürger werden gebeten Hinweise auf Wölfe an das Landratsamt Nordsachsen (Giso Damer, Tel. 03421 7584134, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu melden. Alternativ nehmen das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel. 035772 46762, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (Tel. 035727 57762, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Wolfshinweise entgegen.

Ziel und Funktion Wolfsmonitoring

Was ist Monitoring und wozu wird es gebraucht?

Monitoring ist die laufende und strukturierte Überwachung eines Zustandes, um sicherzustellen ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Im Hinblick auf das Wolfsmonitoring geht es um die Überwachung der Wolfspopulation (Größe, Entwicklung, Vebreitungsgebiet etc.) mit dem Ziel einen günstigen Erhaltungszustand (FCS Favourable Conservation Status) zu erreichen und beizubehalten.

Das Monitoring setzt sich wie ein Puzzlespiel aus vielen verschiedenen Hinweisen zusammen, die einzeln bewertet, interpretiert und dann in das Gesamtbild eingefügt werden müssen. Zum einen werden Hinweise (z.B. Spurenfunde oder Sichtungen) aus der Bevölkerung gemeldet, z.B. Berichte über Sichtungen oder das Auffinden toter Tiere oder Spuren. Diese Daten, die unter das passive Monitoring fallen, werden erhoben, ausgewertet und archiviert. Über Meldungen seitens der Bevölkerung ist man stets dankbar, da diese Informationen wichtig sind. Um möglichst viele „Bausteine“ des Puzzles zu erhalten, ist jedoch auch ein aktives Monitoring notwendig. Dabei werden Daten, z.B. Spuren, Kot, Risse, Markierungen, gezielt und systematisch gesammelt.
Alle Hinweise werden zusammen ausgewertet mit dem Ziel Informationen zur Populationsgröße und Vorkommen zu erhalten. Das Vorkommensgebiet bezeichnet die Fläche auf der ein Wolf nachgewiesen wurde (dabei werden auch Einzelnachweise erfasst, z.B. ein Totfund oder ein Jungwolf auf der Wanderung). Dahingegen handelt es sich bei der Populationsgröße um die Verteilung von Territorien und somit der Anzahl von Rudeln, Paaren oder territorialen Einzeltieren.

Zusätzlich bieten Forschungen und Untersuchungen, wie Studien zur Nahrungsökologie, zu Verwandtschaftsverhältnissen und zu Raumnutzung und Migrationsverhalten von Wölfen (Telemetrie) wichtige Detailinformationen über Verhalten, Gesundheitssituation und Ausbreitung der (Mitteleuropäischen) Wolfspopulation. Außerdem können genetische, sowie telemetrische Daten wichtige Elemente bei der Unterscheidung einzelner, aneinander grenzender Territorien sein.

Die Bundesrepublik Deutschland ist aufgrund der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Art. 11 FFH-RL) gegenüber der EU-Kommission verpflichtet den Erhaltungszustand der in Anhang II und IV im Artikel 2 der FFH - Richtlinie aufgelisteten Arten zu überwachen und die Entwicklungen alle 6 Jahre an die EU- Kommission zu berichten. Somit ergibt sich eine Verpflichtung zum Aufbau eines Monitoringsystems bzgl. des Wolfs.
Die Umsetzung des Monitorings fällt in die Zuständigkeit der Bundesländer. Um über die Ländergrenzen hinweg vergleichbare Daten erheben zu können wurden im Auftrag vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Kriterien für ein standardisiertes Monitoring in Deutschland definiert (Monitoringsstandards für Großraubtiere in Deutschland 2009 bzw. Monitoring von Wolf, Luchs und Bär in Deutschland 2015). Diese sogenannten SCALP-Kriterien basieren auf dem Zusammenschluss von Luchsexperten in den Alpenländern zum Monitoring und Schutz des Luchses (Status and Conservation of the Alpine Lynx Population, www.kora.ch), mit dem Ziel eine länderübergreifende Vergleichbarkeit von Monitoringdaten zu gewährleisten. Für Deutschland wurden die Kriterien an die hiesige Situation angepasst und auf zwei weitere Arten (Wolf und Bär) erweitert.

Neben den Erkenntnissen zum Erhaltungszustand der Wolfspopulation liefert das Monitoring ebenso wichtige Informationen für die Öffentlichkeitsarbeit und den Herdenschutz. So kann im Interesse der Bevölkerung und vor allem der Tierhalter zeitnah über die Anwesenheit von Wölfen in einem Gebiet informiert werden.

Umsetzung und Bewertung

Die Monitoringdaten werden auf Länderebene gesammelt und ausgewertet. Die Monitoringstrukturen, sowie der Aufwand unterscheiden sich von Land zu Land erheblich. Einige Länder haben bereits Strukturen geschaffen, um die Nutzung von Fachexpertise und Austausch von Informationen länderübergreifend sicher zu stellen. Seit 2009 findet zudem jährlich ein Treffen aller mit dem Wolf- und Luchsmonitoring beauftragten Personen der einzelnen Länder zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) statt. Hierbei werden alle erhobenen Daten der einzelnen Länder vorgestellt und evaluiert. Im Ergebnis dessen werden national abgestimmte Vorkommenskarten der beiden Arten, jeweils rückwirkend für das vorangegangene Monitoringjahr), erstellt. Beim Wolf läuft das Monitoringjahr vom 01. Mai eines Jahres bis zum 30. April des darauffolgenden Jahres. Der Zeitabschnitt umfasst ein biologisches „Wolfsjahr“, von der Geburt der Welpen bis zum Ende ihres ersten Lebensjahres.

Bei der Bewertung und Interpretation der angefallenen und erhobenen Daten ist eine Vereinheitlichung eine wichtige Voraussetzung um ein gutes Bild der Gesamtsituation in Deutschland oder auch über die Grenzen hinweg zu bekommen. Hierfür wurden im Auftrag vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) die sogenannten SCALP-Kriterien definiert (s. oben).
Man unterscheidet drei Kategorien (C – Category), welchen alle eingegangenen und erhobenen Daten nach ihrer Überprüfbarkeit zugeordnet werden. Die Einteilung macht keine Aussage über die fachliche Qualifikation des Beobachters.

C1: eindeutiger Nachweis = harte Fakten, die die Anwesenheit der entsprechenden Tierart eindeutig bestätigen (Lebendfang, Totfund, genetischer Nachweis, Foto, Telemetrieortung)

C2: bestätigter Hinweis = alle Hinweise (Spur, Kot oder Riss), welche anhand aussagekräftiger Dokumentation von einer erfahrene Person* überprüft und bestätigt werden können

C3: unbestätigter Hinweis = alle Hinweise, bei denen ein Wolf, Bär oder Luchs auf Grund mangelnder Indizienlage weder bestätigt noch ausgeschlossen werden kann. Dazu zählen alle Sichtbeobachtungen ohne Fotobeleg, auch von erfahrenen Personen*, sowie alle Hinweise, die zu alt sind, unvollständig dokumentiert sind, die zu wenige Informationen für ein klares Bild (z.B. Spuren) aufweisen oder aus anderen Gründen für eine Bestätigung nicht ausreichen.

Falsch: Falschmeldung = Hinweis, bei der die entsprechende Tierart ausgeschlossen werden kann
k.B.: keine Bewertung möglich = Hinweise, zu denen auf Grund fehlender Mindestinformationen keine Einschätzung möglich ist, z.B. Sichtmeldungen von Rissen oder Spuren.

* eine erfahrene Person muss über längere Zeit an Feldarbeit von Wolf-, Luchs- oder Bären-Projekten teilgenommen haben, sodass sie Routine im Erkennen und Interpretieren von Hinweisen dieser Art hat. Auch muss sie regelmäßig Gelegenheit haben Hinweise zu sehen und auszuwerten, sowie mit der Biologie der jeweiligen Tierart vertraut sein.

Die erhobenen und bewerteten Daten werden zur Ermittlung des Vorkommensgebietes und der Populationsgröße herangezogen. Dabei spielen jedoch ausschließlich die C1-Nachweise und C2- Hinweise eine Rolle.
Detaillierte Informationen zum Monitoring von Wolf, Luchs und Bär in Deutschland finden Sie im gleichnamigen Skript vom Bundesamt für Naturschutz (BfN-Skript 413, 2015).
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine kurze Übersicht über einzelne Monitoringmethoden, sowie weitere Forschungsbereiche.

Rechtsstatus

Der Wolf hat im Freistaat Sachsen folgenden gesetzlichen Schutzstatus:

Internationales Recht

Washingtoner Artenschutzabkommen (Anhang II)

Berner Konvention (Anhang II).

Europäisches Recht

EG Verordnung 338/97 (Anhang A) und

Fauna-Flora-Habitat (FFH) Richtlinie 92/43/EWG (Anhang II, Prioritäre Art, An­hang IV, Art. 12 und 16).

Bundesrecht

Bundesnaturschutzgesetz (Streng geschützte Art nach § 7 Abs. 2 Nr. 13 i. V. mit § 44) und

Tier­schutzgesetz.

Landesrecht

Sächsisches Naturschutzgesetz

Sächsisches Jagdgesetz und Sächsische Jagdverordnung.

 

Nach EU-Recht genießt der Wolf als FFH-Art des Anhangs II (prioritäre Art) und des Anhangs IV in Deutsch­land den höchsten Schutzstatus. Das formulierte Schutzziel der EU ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands prioritärer Arten. 

Entsprechend der Definition in "Leitlinien für Managementpläne für Großraubtiere in Europa auf Populationsebene" (Linnell 2008) ist der günstige Erhaltungszustand einer isolierten Wolfspopulation mit etwa 1000 adulten Individuen erreicht. Ist eine Population mit anderen Populationen so vernetzt, dass die Zuwanderer eine genetische und demographische Wirkung haben, so kann ein Bestand von mehr als 250 erwachsenen Tieren ausreichen, um den Bestand als „nicht gefährdet" einzustufen.
Der strenge Schutz des Wolfes gilt in Deutschland unabhängig vom Erhaltungszustand der Art. Änderungen nach Erreichen eines günstigen Erhaltungszustandes können deshalb nicht alleine vom Freistaat Sachsen herbeigeführt werden. Vielmehr ist eine Abstimmung auf Bundesebene mit den Nachbarländern, insbesondere Polen, erforderlich und bedarf der Zustimmung der EU.

Konkret besteht für den Freistaat Sachsen die Aufgabe, einen positiven Beitrag zu einem günstigen Erhaltungszustand der Mitteleuropäischen Flachlandpopulation zu leisten.


Nach der FFH-Richtlinie sind „alle absichtlichen Formen des Fangs oder der Tötung ...", sowie „... jede absichtliche Störung ..." und „... jede Beschädigung oder Vernichtung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ..." untersagt. Im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und SächsJagdG wurden diese Forderungen eins zu eins übernommen. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 14 und § 44 BNatSchG ist der Wolf streng geschützt.

Monitoring und Forschung

Mit der Rückkehr der Wölfe ergeben sich zumeist viele Fragen bezüglich ihres Vorkommens: Sind in diesem Gebiet Wölfe sesshaft? Um wie viele Wölfe handelt es sich? Woher kommen diese Wölfe? Wie groß ist ihr Territorium?
Hier kommt das Wolfsmonitoring, die wissenschaftliche Datenerfassung über die Wölfe, ins Spiel. Dieses dient der Überwachung des Erhaltungszustandes der Wolfspopulation und somit der Größe und Entwicklung des Wolfsvorkommens. Außerdem liefert es Informationen über die Biologie und Lebensweise der Wölfe. Da Direktbeobachtungen von Wölfen sehr selten sind, sind es meist die indirekten Hinweise die Informationen liefern.

Im Freistaat Sachsen ist das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (Dipl.-Biol. Gesa Kluth und Dipl.-Biol. Ilka Reinhardt) seit dem Jahr 2002 mit dem wissenschaftlichen Wolfsmonitoring beauftragt. Diese Arbeiten werden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz fachlich betreut und koordiniert.

Um ein flächendeckendes Monitoring zu gewährleisten werden sie dabei von geschulten Mitarbeitern der Landratsämter und des Staatsbetriebs Sachsenforst, sowie weiteren geschulten Personen aus Jagd, Forst und Naturschutz unterstützt. Auch Meldungen von Hinweisen aus der Bevölkerung sind sehr wichtig.

Alle Informationen zu den Wölfen in Sachsen, die vom Kontaktbüro bereitgestellt werden, beruhen auf den Ergebnissen des Monitorings und der Forschung.

Bitte melden Sie alle Hinweise auf Wölfe an das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland oder an Ihr Landratsamt.

 

 

Struktur Management

Seit 2009 gibt es den Managementplan für den Wolf in Sachsen. Dieser Managmentplan dient in erster Linie nicht dazu, die Lebensbedingungen der Wölfe in Sachsen zu verbessern, denn der Wolf ist eine sehr anpassungsfähige Tierart. Er benötigt keine "Wildnis", sondern kann auch in einer Kulturlandschaft leben. Dadurch, dass die Bejagung von Wölfen in Deutschland und Polen eingestellt wurde, konnte der Wolf aus eigener Kraft wieder in Deutschland sesshaft werden.

Viel mehr soll das Wolfsmanagment ein konfliktarmes Nebeneinander von Wolf und Mensch ermöglichen. Nachdem der Wolf lange Zeit nicht in Deutschland vorkam, muss sich die Bevölkerung wieder an die Anwesenheit dieses Beutegreifers gewöhnen. So bestehen häufig Fragen und Ängste in der Bevölkerung, besonders seitens der Nutztierhalter. Um hierauf reagieren zu können, wurden Strukturen und Maßnahmen im Rahmen des Managements für den Wolf in Sachsen geschaffen.

Der Managementplan gliedert das Wolfsmanagement in drei Säulen, welche hier kurz vorgestellt werden:

Monitoring und Forschung

Die Kernkompetenz für Monitoring und Forschung liegt beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und dem LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland.

Das Wolfsmonitoring dient der Überwachung des Erhaltungszustandes der Wolfspopulation. Neben dem Erheben und Auswerten von belastbaren Daten (u.a. Spuren, Kot, Risse), um Informationen zur Populationsgröße und -verbreitung zu bekommen, laufen auch telemetrische Untersuchungen zu Raumnutzung und Migrationsverhalten von Wölfen, sowie Studien zu der Nahrungsökologie und den Verwandschaftsverhältnissen der Wölfe.

Unterstützend wirken geschulte Personen aus den Landratsämtern und des Staatsbetriebs Sachsenforst als auch Personen aus den Bereichen Jagd und Naturschutz, sowie interessierte Bürger.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Kernkompetenz für die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit bildet das Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen" als offizielle Informationsstelle zum Wolf im Freistaat Sachsen. Es befindet sich in der Trägerschaft des Landkreises Görlitz.

Das Kontaktbüro steht im engen Austausch mit Monitoring/Forschung und Herdenschutz. Hier werden neue Erkenntnisse zu den Wölfen für die Öffentlichkeit aufbereitet und zugänglich gemacht. Diese werden zeitnah auf der Internetseite des Kontaktbüros präsentiert, sowie über Pressemeldungen bekannt gegeben. Des Weiteren bieten Vortragsveranstaltungen, Infostände und die Ausstellung "Wolfsscheune" im Rietschener Erlichthof der Bevölkerung Möglichkeiten sich über Wölfe zu informieren.

Ebenso wie auch bei Monitoring und Forschung wird die Öffentlichkeitsarbeit durch geschulte Personen aus den Landratsämtern sowie Personen aus den Bereichen Forst, Jagd und Naturschutz unterstützt.

Schadensprävention / -begutachtung, -ausgleich

In Gebieten, in denen wieder Wölfe leben, sollten Schafe, Ziegen oder Wild in Gattern durch geeignete Schutzmaßnahmen wie z.B. Elektrozäune vor Übergriffen geschützt werden. Nur so lassen sich Schäden an Nutztieren vermeiden. Kommt es dennoch zu einem Übergriff, besteht ein Anspruch auf Schadensausgleich. Dafür muss der Schaden begutachtet werden. Hierfür zuständig sind geschulte Personen aus den Landratsämtern.

Bei einem entstandenen Schaden bewertet das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie die Schadenshöhe. Der Schadensausgleich erfolgt über die Landesdirektion.

Aufklärungs- und Präventionsarbeit wird wiederum vom Wolfsbeauftragten des Staatsbetriebs Sachsenforst (Herr Klingenberger)Herrn Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie und den geschulten Personen aus den Landratsämtern geleistet.

 

Struktur des Sächsischen Wolfsmanagment

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