Wolfswelpen in der Königsbrücker Heide


8.07.2011:

Nachdem in diesen Tagen bereits beim  Spremberger Paar und im Milkeler Rudel Welpen nachgewiesen wurden, zeigen nun aktuelle Fotofallenaufnahmen, dass es auch in der Königsbrücker Heide Wolfsnachwuchs gibt. Im April 2011 konnten im Raum Köngsbrück  zwei Wölfe bestätigt werden. Nun zeigen die Aufnahmen einer automatischen Kamera („Fotofalle“), dass dieses Wolfspaar Welpen aufzieht.

Da neben der Geburt der Welpen auch die  Abwanderung der Jährlinge die Größe eines Wolfsrudels im Jahresverlauf verändert, ist es schwierig, eine genaue Angabe zur Anzahl der Wölfe in einer Region zu machen. Die Wissenschaftler zählen daher die Anzahl der Wolfsfamilien und der welpenlosen Wolfspaare: in der Lausitz sind mit der Neugründung des Spremberger Rudels und des Königsbrücker Rudels jetzt acht Wolfsfamilien. Sechs der acht Wolfsrudel leben in Sachsen, ein Rudel hat sein Revier sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg und ein Rudel hat sein Territorium in Brandenburg.

Nachwuchs bei zwei Lausitzer Wolfsrudeln


8.07.2011:

In dieser Woche konnte bei den Lausitzer Wölfen der erste Nachweis für Nachwuchs in diesem Jahr erbracht werden.

Bei dem Spremberger Paar, das sich 2010 östlich von Spremberg etabliert hat und im letzten Jahr noch keine Welpen aufzog, gelang der Nachweis von mindestens fünf Welpen durch eine automatische Kamera („Fotofalle“). Somit ist die siebte Wolfsfamilie, das Spremberger Rudel, in der Lausitz gegründet worden. Dieses Rudel hat sein Revier auf sowohl sächsischer als auch brandenburgischer Seite.

Auch im Milkeler Rudel gibt es Nachweise von Welpen in Form von Fotografien. Ob es auch in den übrigen Lausitzer Wolfsrudeln in diesem Jahr wieder Nachwuchs gibt, muss sich in den nächsten Wochen zeigen. Das Monitoring vom Wildbiologischen Büro LUPUS dazu läuft noch, wobei versucht wird die Bestätigung in Form von dokumentierten Spuren oder Fotos zu erbringen.

Erweiterung der Fördergebietskulisse

22.06.11:

Durch die Neuetablierungen von Wölfen in der Königsbrücker- und Annaburger Heide wurde das Fördergebiet zum präventiven Herdenschutz gegen Wolfsübergriffe in Sachsen erweitert. Neben den Landkreisen Bautzen und Görlitz gehören jetzt auch die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen zum Fördergebiet. Tierhalter (Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern) im Wolfsgebiet sollten ausreichende Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Schäden treffen.

Seit Herbst 2010 ist in der Annaburger Heide (Dreiländereck Sachsen-Anhalt / Sachsen / Brandenburg) ein einzelner Wolf u.a. durch Film – und Fotoaufnahmen nachgewiesen. Ende April 2011 wurden in der Königsbrücker Heide zwei Wölfe über Fotofallenaufnahmen bestätigt.

Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im rot eingegrenzten Fördergebiet (siehe Karte) haben die Möglichkeit, sich im Rahmen der Förderrichtlinie "Natürliches Erbe" Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe (Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterband und Herdenschutzhunden, Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern etc.) fördern zu lassen. Der Fördersatz liegt bei 60 % der förderfähigen Ausgaben.

In der Königsbrücker Heide sind zwei Wölfe unterwegs

24.05.11:
Neue Bilder aus einer automatischen Fotofalle bestätigen nun, dass zwei Wölfe im Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide leben. Auf den Fotos sieht man in kurzer Zeitfolge zwei Einzeltiere durch den Aufnahmebereich der Kamera laufen.
Anfang April wurde anhand von einem Fotofallenbild der erste bestätigte Nachweis für die Existenz eines Wolfes in diesem Gebiet erbracht. Durch weitere Monitoringmaßnahmen muss nun festgestellt werden, ob die Tiere tatsächlich dauerhaft in diesem Gebiet bleiben oder nur auf dem Durchzug sind.

Wenn die Wölfe bleiben, wäre dies ein weiteres territoriales Wolfspaar in der sächsischen Lausitz, wo derzeit 5 Wolfsrudel nachgewiesen sind. Zudem leben im südbrandenburgischen Teil der Lausitz ein weiteres Wolfsrudel und zwei welpenlose Wolfspaare. Die Reviere der 6 Rudel und der Wolfspaare grenzen aneinander an und bilden ein geschlossenes Vorkommensgebiet, das sich über ca. 2500 km² vom Nord-Osten Sachsens bis nach Süd-Brandenburg erstreckt.

Wolf in der Königsbrücker Heide nachgewiesen

3.05.11:

Erstmals konnte jetzt mit einem Bild aus einer automatischen Fotofalle der bestätigte Nachweis für die Existenz von einem Wolf im Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide erbracht werden. Das Bild entstand bereits Anfang April, wie die Auswertung der Kameradaten nun ergab.

Noch ist unklar, ob das Tier dort dauerhaft sesshaft geworden ist oder sich auf Durchzug befindet und ob es eventuell in Begleitung eines zweiten Wolfes ist. Durch weitere Monitoringmaßnahmen in dem Gebiet sollen diese Fragen geklärt werden.