Flatterband empfohlen

01.11.2007: Im Territorium der Neustädter Wölfe (siehe Karte) wird bei der Anwendung von Euronetz-  oder Maschendrahtzäunen zum Einkoppeln von Schafen empfohlen, zusätzlich ein Flatterband (breite Litze) über den Zaun zu ziehen. Das Flatterband und die Pfähle können über das Regierungspräsidium Dresden bestellt werden. Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel.:.0172 / 3757602 (A. Klingenberger) oder 035772 46762 (J. Schellenberg). Der zusätzliche Schutz wird als notwendig erachtet, da wiederholt ein oder mehrere Wölfe des Neustädter Rudels einen Euronetzzaun überwunden und Schafe gerissen haben.
Der Euronetzzaun wird seit Jahren im Lausitzer Wolfsgebiet erfolgreich zum Schutz der Schafe vor Wolfsangriffen eingesetzt. Um die Sicherheit des Zaunes weiter zu verbessern und Verluste bei den eingezäunten Tieren zu minimieren, wird das Anbringen eines zusätzlichen Flatterbandes empfohlen. Das über dem Zaun gespannte Flatterband wirkt als zusätzliche optische Barriere und kann Wölfe vom Überspringen abhalten. Steht keine geeignete Einzäunung zur Verfügung, sollte die Schafe über Nacht eingestallt werden.

Stand August 2007

30.08.2007:
Sachsen:
In der Muskauer Heide leben zwei Wolfsrudel: Das Rudel im Osten der Muskauer Heide besteht aus zwei Altwölfen, vier Jährlingen (Jungtiere vom Vorjahr) und vier Welpen. Im Westteil der Muskauer Heide leben zwei Altwölfe, zwei Jährlinge und ebenfalls vier Welpen.
Das Wolfspaar in der Neustädter Heide zieht derzeit acht Welpen auf. Zum Neustädter Rudel gehören zudem ein bis zwei Jährlinge.

Brandenburg:
In der Zschornoer Heide (Landkreis Spree-Neiße, Südbrandenburg) wurde ein Wolfsrudel nachgewiesen, das aus zwei Altwölfen und Welpen besteht. Die Anzahl der Welpen ist unbekannt.
Darüber hinaus gibt es noch weitere bisher nicht exakt bestätigte Hinweise auf das Vorkommen von Wölfen in Brandenburg.

Stand Juli 2007

16.07.2007: Nach aktuellen Monitoringergebnissen des Wildbiologischen Büros LUPUS gibt es dieses Jahr im Gebiet der Muskauer Heide zwei Würfe Wolfswelpen. Das Stammrudel (das sogenannte Muskauer Heide Rudel) bestehend aus Eltern und Jährlingen, zieht im Ostteil des Truppenübungsplatzes Oberlausitz Welpen auf. Westlich der B 115 wurde ein weiteres Wolfspaar mit Welpen gefährtet. Zwischen dem Neustädter Rudel und dem Muskauer Heide Rudel hat sich somit offensichtlich eine dritte Wolfsfamilie in der Oberlausitz etabliert.
Noch ist unklar wer die Neuen sind. Die Vermutung liegt nahe, dass die neue Wolfsfamilie, die sich quasi zwischen die beiden etablierten Familien gedrängt hat, von nahe verwandten Tieren gegründet wurde.
Genetische Untersuchungen sollen nun zeigen, ob sich der Verdacht der Biologinnen bestätigt, dass eine Tochter aus der Muskauer Heide sich mit dem Daubaner Wolf verpaart hat, der Anfang 2006 aus Polen zuwanderte. Von diesem gab es in den letzten Monaten nur sehr wenige Hinweise. Mit den Ergebnissen der Genanalysen kann aber erst zum Jahresende gerechnet.

Aus dem Bereich des Neustädter Rudels gibt es bisher noch keine Welpennachweise. Das regnerische Wetter erschwert den Biologen die Spurensuche. Auch ob die beiden Wölfe im Bereich der Zschornoer Heide, Südbrandenburg, Nachwuchs haben ist noch unklar.

Stand Juni 2007

06.06.2007: Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist zu vermuten, dass in beiden Lausitzer Wolfsrudeln auch in diesem Jahr - wahrscheinlich in der zweiten Maiwoche - Welpen geboren worden sind. Eine sichere Bestätigung des Verdachts kann frühestens Ende Juni/Anfang Juli mit dem Nachweis von Welpenspuren erfolgen. Die Aktivitäten der beiden Wölfe, die im Rahmen des vom IFAW finanzierten Monitorings im Gebiet zwischen der A 15 und Bad Muskau nachgewiesen werden konnten, werden weiterhin beobachtet. Auch dort wird erst im Sommer mit einem eindeutigen Nachweis gerechnet, ob es sich um verpaarte Tiere handelt, die Nachwuchs bekommen haben oder nicht. Im Gebiet südlich der Rudelterritorien bis zur A 4 ist nach wie vor die Anwesenheit eines Wolfes zu verzeichnen, es gibt keine Hinweise, dass dieses Tier einen Partner hätte.

Stand April 2007

04.04.2007: Das Muskauer Heide Rudel und das Neustädter Heide Rudel im Nordosten von Sachsen bestehen derzeit aus jeweils einem Elternpaar und ca. 6 fast einjährigen Jungwölfen. Die  fast zweijährigen Wölfe aus den 2005er Würfen haben die elterlichen Rudel vermutlich bereits verlassen. Im Mai wird, wie in den Jahren zuvor, mit neuem Nachwuchs in den Rudeln gerechnet.
Im Gebiet des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und Hohe Dubrau hat ein einzelner, aus Polen zugewanderter Rüde, seit Anfang 2006 ein Territorium in Besitz genommen. Alle bekannten Hinweise aus den letzten Monaten lassen darauf schließen, dass das Tier noch immer allein ist. Dagegen halten sich im südlichen Brandenburg, zwischen Bad Muskau und der A 15 im Landkreis Spree/Neiße (Brandenburg) mittlerweile 2 Wölfe auf.
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