Stand Oktober 2009

19.10.2009: Im Oktober 2009 sind in der Lausitz 6 Wolfsrudel (Eltern mit Welpen) und ein Wolfspaar ohne Junge sicher nachgewiesen. Davon leben 5 Rudel im sächsischen Teil der Lausitz. Ein Rudel und das welpenlose Wolfspaar leben im brandenburgischen Teil der Lausitz.

Aktuelle Informationen zu Wölfen in Sachsen, Stand: September 2016

28.09.2016:

Aktuell gibt es in Sachsen 19 bestätigte Wolfsterritorien (Abb.1, Tab.1). Davon liegen 17 Territorien ganz im Freistaat Sachsen und zwei Territorien sind grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Entwicklung in Sachsen:
Im letzten Monitoringjahr* 2015/2016 wurden im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein territoriales Einzeltier nachgewiesen. Somit haben sich im Vergleich zu 2014 in Sachsen fünf neue Rudel (Königshainer Berge, Gohrischheide, Biehain, Cunewalde, Knappenrode) und drei neue Paare (Neustadt, Raschütz, Bernsdorf) etabliert.
Über die Nachweise der neuen Territorien in den Königshainer Bergen, der Gohrischheide, Neustadt und Raschütz (Raum Großenhain) berichtete das Kontaktbüro bereits. Die Auswertung von genetischen Untersuchungen ergab nun auch Klarheit in anderen Bereichen. Dies betrifft das Biehainer Rudel, im Bereich nördlich und südlich des Biehainer Forstes, und das Knappenrode Rudel südlich von Hoyerswerda. Auch aus dem Bereich Cunewalde konnten die genetischen Untersuchungen nun den Nachweis erbringen dass dort im letzten Jahr Welpen geboren wurden. Bereits im Herbst 2015 lieferten Fotofallenaufnahmen erste Hinweise darauf, endgültig geklärt wurde der Status des Vorkommens aber erst jetzt.
Zudem hat ein Wolfspaar südwestlich des Seenlandrudels im Bereich Bernsdorf ein neues Territorium etabliert, wie die Auswertung der genetischen Ergebnisse ergab.
Im Laufe des Frühsommers 2016 konnten zwei weitere neue Rudel (Raschütz und Neustadt) bestätigt werden (KB berichtete). In beiden Bereichen müssen sich also bereits im Monitoringjahr 2015/2016 Wolfspaare etabliert haben.

Das Gebiet um Neustadt (Spreetal) war von 2004 bis 2008 Kerngebiet des Neustädter Rudels. 2009 wurde es vom Milkeler Rudel übernommen. Nun hat eine Tochter des Milkeler Rudels hier ihr eigenes Territorium etabliert. Auch das Knappenroder Rudel, dessen Territorium am westlichen Rand des Milkeler Territoriums liegt, wurde von einer Tochter aus dem Milkeler Rudel gegründet.

Tote Schafe bei Schleife - kein Wolf

Zwei tote Schafe bei Schleife - kein Wolf

22. Januar 2007: Auf einer Weide im Schleifer Teichgebiet wurden in der Nacht zum 20.01.07 zwei tragende Mutterschafe von einem oder mehreren Hunden getötet. Die Weide war mit einem Euronetzzaun geschützt, der aber an einer Stelle von einem herabgefallenen Ast heruntergedrückt war. Zusätzlich bewachte ein 14 Monate alter Herdenschutzhund (Pyrenäenberghund) die etwa 100-Kopf starke Herde.
Die Bissverletzungen der getöteten Schafe sprechen, laut einem Gutachten des Wildbiologischen Büros LUPUS, deutlich für einen oder mehrere Hunde als Verursacher. Die Schafe wiesen hundetypisch starke Hämatome an den Keulen auf, die durch oberflächige Bisse (stumpfe bzw. kleine Eckzähne) verursacht wurden. Sie wurden nicht mit gezieltem Drosselbiss getötet, ein Schaf starb an Genickbruch. Von den getöteten Schafen wurde  - außer von Kolkraben - so gut wie nichts gefressen.
Der Herdenschutzhund konnte gegen den Angriff offensichtlich nichts ausrichten. Während der Einsatz von Herdenschutzhunden gegenüber Wölfen eine bewährte Schutzmaßnahme darstellt, lassen sich wildernde Hunde durch das Bellen und Drohen eines Herdenschutzhundes nicht generell abschrecken. Am 12.12.2006 hat es in dieser Herde bereits einen Zwischenfall mit einem Rottweiler gegeben, bei dem kein Schaf zu Schaden kam, die Herde aber ausbrach.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen